


Am 10. Juni 2004 schockierte der frühere Chef des militärischen Geheimdienstes, General i.R. Amos Malka, die israelische Öffentlichkeit mit der Aussage, daß der ebenfalls pensionierte Generalmajor Amos Gilad, der zweithöchste Beamte im Geheimdienst, jahrelang gezielt Falschinformationen an Regierung, Abgeordnete, Beamte und die Medien geliefert habe. Der Militärsprecher habe behauptet, daß Arafat die Gewalt und den palästinensischen Terror bewußt fördere und keine Friedensabsichten habe, obwohl die dem Geheimdienst vorliegenden Berichte dafür keine Grundlage geliefert hätten. Auch andere Mitarbeiter des Nachrichtendienstes wie Oberst Ephraim Lavie meldeten sich zu Wort und bestätigten die Aussagen Malkas über die verfälschte Interpretation der Geheimdienstberichte, welche die Grundlage und Rechtfertigung des harten Vorgehenes der Sharon-Regierung gegenüber den Palästinensern gewesen war.
dazu Artikel von Uri Avnery "Irreversibler psychischer Schaden"