Arge Ja zur Umwelt, Nein zur Atomenergie



Wie lange sieht die Welt noch zu?
Einige Fakten zur Lage

Seit dem Abzug Israels aus dem Gazastreifen im September 2005 wurden ca 1.000 Kassamraketen auf Israel abgefeuert. Dem Beschuss durch solche Raketen sind in den letzten fünf Jahren acht Israelis zum Opfer gefallen. Das israelische Militär andererseits hat in den letzten sechs Monaten [ ca. 1. Halbjahr 2006] den Gaza-Streifen mit 7.000 bis 9.000 Artilleriegranaten beschossen und dabei rd. 80 PalästinenserInnen getötet.

Entführungen bzw. Festnahmen von Zivilisten als "Terrorverdächtigen" durch das israelische Militär sind seit vielen Jahren üblich. 9.800 PalästinenserInnen, darunter 450 Kinder und 150 Frauen, werden in israelischen Gefängnissen festgehalten. Laut israelischen Menschrechtsorganisationen werden 1.000 davon als „administrative Gefangene“ festgehalten, d. h. gegen sie existiert weder Anklage noch Urteil. Immer wieder gibt es Fälle von Folter.

Die Zahl der palästinensischen Todesopfer durch israelische Militäraktionen in den vergangenen Jahren (September 2000 - Anfang 2005) beträgt das Mehrfache der israelischen Opfer : 3830 Palästinenser gegenüber 1036 israelischen Toten; von den palästinensischen Toten waren zwei Drittel unbewaffnet, darunter zahlreiche Frauen und Kinder. 210 Palästinenser wurden illegal ohne Gerichtsverfahren hingerichtet.(2)

Nach Angaben von Amnesty International hat Israel in den Jahren 2002-2003 mehr als dreirtausend Häuser zerstört, zehn Prozent der landwirtschaftlichen Fläche sowie 226.000 Oliven- und Obstbäume, welche die Lebensgrundlage vieler Menschen darstellen, im Gazastreifen verwüstet und 24.000 Menschen obdachlos gemacht. (2)

Die von Israel seit Jahrzehnten betriebene Siedlungspolitik in den besetzten Gebieten widerspricht dem Völkerrecht und wurde von der UNO immer wieder verurteilt.

Für einen Frieden mit Israel wollen die Palästinenser 22% ihres ursprünglichen Landes (die Grenzen von 1967), die Aufhebung der illegalen Einverleibung Ostjerusalems, sowie das Rückkehrrecht für die 2,5 Millionen Flüchtlinge. Diese Forderungen ist Israel nicht bereit zu erfüllen. Der neue "Grenzzaun" in der Westbank annektiert weitere 15% des palästinensischen Landes. Das verbleibende Land ist durchzogen von Straßen, auf denen mit wenigen Ausnahmen nur Israelis unterwegs sein dürfen.
Mittlerweile wurden 200.000 Siedler auf palästinensischem Land angesiedelt, die 75% der dortigen Wasserressourcen kontrollieren.

Israel hat seit seiner Gründung Dutzende UNO-Resolutionen einfach ignoriert, zahlreiche weitere wurden durch das Veto der USA verhindert. Sanktionen wurden deswegen nie verhängt. Dem Libanon wird nun seine Nicht-Einhaltung einer einzigen Resolution vorgeworfen - die der Nicht-Entwaffnung der Hisbolla. Der Libanon wurde einst als die Schweiz des nahen Ostens bezeichnet. Nun führt Israel zum zweiten Mal gegen ihn einen Bombenkrieg. Der erste hat keinen Frieden gebracht, wird es der zweite tun?

Das alles ist schlimm genug. Das Schlimmste aber ist, daß auch jetzt die westlichen Staaten, von zahnlosen Mäßigungsaufrufen abgesehen, angesichts des himmelschreienden Unrechts und der Gefahr eines Flächenbrands weiterhin untätig bleiben.

(1) Quelle: Werkstatt für Frieden u. Solidarität, und Ö1 Mittagjournal vom 13.7. 06.
(2) Wolfgang Freisleben, Das Tor zur Hölle, Wien 2005


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Viele fragen sich, was kann man angesichts dieser politischen Lage überhaupt tun? Gegen Unrecht kann man nicht dadurch ankämpfen, dass man darüber schweigt! Informieren Sie Kollegen, Bekannte, Freunde! Reden Sie darüber! Das i s t ein Beitrag zum Frieden!

Weitere Informationen:Sofotiges Ende der israelischen Aggression in Palästina und Libanon!

Gute und ausführliche Informationen zur Lage auf
www.uni-kassel.de/fb5/frieden/
www.zeitfragen.ch
Homepage der "European Jews for a Just Peace"
(europaweites Netzwerk 18 jüdischer Organisationen aus 9 europäischen Ländern).
"Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost",
Homepage des Autors Dr. Ludwig Watzal mit interessanten Texten
www.israel-palaestina.de/

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