

Stoppt den Krieg - Waffenstillstand sofort!
Presseerklärung des dt. Friedensratschlags
" Die seit fünf Wochen dauernden israelischen Kriegshandlungen im Gazastreifen und die fast dreiwöchigen Angriffe gegen Libanon sind weder politisch-moralisch zu akzeptieren noch völkerrechtlich zu rechtfertigen. Israel hat seine Kriegsziele gründlich verfehlt: Weder konnte die Freilassung der entführten drei Soldaten herbeigebombt noch die Beendigung der Raketenangriffe auf israelische Städte und Siedlungen unterbunden werden. Im Gegenteil: Noch nie gingen so viele Raketen auf Israel nieder wie in den letzten drei Wochen. (...)" ...lesen
Stoppt den Krieg!
ür Frieden und Solidarität, Linz
Ein Aufruf mit einer ausgewogenen Darstellung des Konflikts und seiner Hintergründe ... lesen
Stellungnahme der "Jüdischen Stimme für gerechten Frieden in Nahost (EJJP Berlin)" zur Erklärung des Zentralrats der Juden in Deutschland ...lesen
Gemeinsame Stellungnahme von "European Jews for a Just Peace (EJJP)", "International Solidarity Movement (ISM)", "Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost (EJJP Berlin)" und " Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost (EJJP Österreich)"...lesen
Die österreichische Regierung soll endlich Parteinahme für israelische Unterdrückungspolitik aufgeben! Brief der Frauen in Schwarz, Wien, und der Jüdischen Stimme für einen gerechten Frieden in Nahost - Österreich, an Bundeskanzler Schüssel ... lesen
«Gezieltes Brandstiften»
Israelischer Historiker und Friedenspreisträger Reuven Moskovitz lehnt israelische Militäroffensive ab
"...ich klage an, dass die angeblich zivilisierte und demokratische Welt, dass die schweigt und die zulässt, dass passiert, was passiert ist. Da führt man nicht den Krieg gegen den Terror. Es ist ein Krieg gegen ein ganzes Volk. Und damit gefährdet man auch das verletzteste Volk der menschlichen Geschichte, das jüdische Volk. Ich muss sagen, es hätte schon längst, längst in Deutschland der Aufschrei kommen müssen. Aber Deutschland versteckt sich hinter diesen Schuldgefühlen, und das ist, glaube ich, eine verhängnisvolle Sache, auch für uns. Manchmal muss man verstehen, dass ein zu eifriger Freund gefährlicher sein kann als ein Feind. (...)"
Interview Deutschlandfunk 15.7.2006
Rolf Verleger, Direktoriumsmitglied des deutschen Zentralrats der Juden:
"Israel braucht mehr Kritik"
9.8.06 "Diese Militäraktion macht Israel nicht sicherer, sondern unsicherer. Der Zorn und die Wut und die Gewalt der Nachbarstaaten werden vervielfacht, der Konflikt wird ausgeweitet anstatt eingedämmt. (...)
"Das glaubt mir doch heutzutage keiner mehr, dass dies das »eigentliche« Judentum ist, in einer Zeit, in der der jüdische Staat andere Menschen diskriminiert, in Kollektivverantwortung bestraft, gezielte Tötungen ohne Gerichtsverfahren praktiziert, für jeden getöteten Landsmann zehn Libanesen umbringen lässt und ganze Stadtviertel in Schutt und Asche legt."
www.netzeitung.de/spezial/judenindeutschland/431107.html
Rabbi Michael Lerner, Berkeley, California:
«Kidnappings» durch Israel
"...widerspiegelt die Empörung über dieses «Kidnapping» in Israel eine gewaltiges Ausmass systematischen Leugnens, das im Bewusstsein der Israeli und vieler anderer, die deren Politik unterstützen, noch immer weitergeht denn praktisch jede Menschenrechtsgruppe, darunter auch die verschiedenen israelischen Menschenrechtsorganisationen, haben Zehntausende von «Kidnappings» dieser Art aufgezeichnet, welche die israelische Armee gegen palästinensische Zivilisten durchführte. Diese wurden dann bis zu sechs Monate ohne Gerichtsverfahren inhaftiert, oft brutal gefoltert und dann freigelassen, ohne je irgendeines Verbrechens beschuldigt worden zu sein. Natürlich und dafür danke ich Gott- .... war es den Palästinensern nie möglich, für diese systematischen Menschenrechtsverletzungen Hunderttausende oder Millionen von Israeli kollektiv zu bestrafen. (...)"
"Jeder, der je die lähmende Hitze der wüstenähnlichen Bedingungen des südlichen Israel oder des Gaza-Streifens erlebt hat, weiss um das dringende Verlangen nach Wasser, das jeden Sommer aufkommt. Wenn Israel also die Stromversorgung von 1,2 Millionen Einwohnern des Gaza-Streifens bombardierte und zerstörte und damit alle elektrischen Pumpen betriebsunfähig machte, auferlegte es damit der gesamten Bevölkerung von Gaza eine Kollektivstrafe." (...)
aus: "Israel hat eine moralische Grenze überschritten"
Zeitfragen Ausgabe 29/2006
Gideon Levy, Israel:
Tage der Finsternis. Chauvinismus und Rachegelüste beherrschen ihre Köpfe
"Israel fällt in eine scharfe, nationalistische Stimmung, und Finsternis beginnt alles einzuhüllen. Die Bremsen, die wir immer noch hatten, beginnen nachzulassen; die Gefühllosigkeit und die Blindheit, welche die israelische Gesellschaft in den letzten Jahren kennzeichneten, nehmen zu.(...)
Die Verwüstung, die wir in Libanon verursachen, berührt hier niemanden, und vieles davon wird den Israeli nicht einmal gezeigt. Jene, die wissen wollen, wie es in Tyrus jetzt aussieht, müssen auf ausländische Kanäle umschalten...Wie kann jemand vom Leiden des anderen, in unserer Nähe, nicht entsetzt sein, auch wenn der Norden unseres eigenen Landes leidet? Der Tod, den wir zur selben Zeit gerade jetzt im Gaza-Streifen säen, mit nahezu 120 Toten seit der Entführung von Gilad Shalit, 27 Toten allein an einem Tag, berührt uns noch weniger. Die Spitäler im Gaza-Streifen sind voll mit verbrannten Kindern, aber wen kümmert es? (...)
Seit wir uns daran gewöhnt haben, Kollektivstrafe als eine legitime Waffe zu betrachten, ist es kein Wunder, dass hier keine Debatte über die grausame Bestrafung Libanons für die Aktionen der Hizbollah ausgelöst wurde.(...) Libanon, das niemals gegen Israel gekämpft hat und wo es 40 Tageszeitungen, 42 Colleges und Universitäten sowie Hunderte verschiedene Banken gibt, wird von unseren Flugzeugen und Kanonen zerstört, und niemand zieht das Ausmass an Hass in Betracht, das wir säen. (...)
Lange bevor dieser Krieg entschieden ist, kann bereits gesagt werden, dass seine hochschnellenden Kosten eine moralische Verdunkelung beinhalten werden, die uns alle umgibt und bedeckt, die unsere Existenz und unseren Ruf nicht weniger bedroht, als es die Katjuschas der Hizbollah tun."
Ein Artikel, der deutlich macht, wie verletzbar Zivilisiertheit ist, und wie leicht sie im Sog der Ereignisse und einseitiger Berichterstattung auch einer Gesellschaft verlorengehen kann, die diese Werte immer auf ihre Fahnen geschrieben hatte.
Deutsche Fassung
Englischer Orginalartikel in Haaretz
Arik Diamant: Schaut genau hin, wer entführt wurde! Wenn israelische Soldaten entführt werden, gibt es einen internationalen Aufschrei und Bomben fallen. Doch wer hat jemals aufgeschrien wegen der zahllosen palästinensichern "Terrorverdächtigen", deren Kidnappen und Foltern durch die israelische Armee seit Jahren praktiziert wird. Ein Bekenntnis eines israelischen Reservisten... lesen
You are terrorists, we are virtuous. Yitzhak Laor on the IDF
This text exposes the social/military root of the problem in Israel's collective perception:
the manipulation of memory and history with a side-order of automated double-standards... and the alarming dominance of the IDF internally. www.lrb.co.uk/v28/n16/laor01_.html
Das letzte Tabu. Ein bewegendes und kraftspendendes Gespräch mit einem Israeli, der seine Tochter durch ein Attentat verloren hat und trotzdem für den Frieden kämpft: "...Wenn wir schwangere Frauen nicht durch einen Checkpoint gehen und ihre Babys sterben lassen, sind wir zu Tieren geworden, und wir sind dann nicht besser als die Selbstmordattentäter." www.zmag.de/artikel.php?id=1828
Gute und ausführliche Informationen zur Lage auf
www.uni-kassel.de/fb5/frieden/
www.zeitfragen.ch
Homepage der "European Jews for a Just Peace"
(europaweites Netzwerk 18 jüdischer Organisationen aus 9 europäischen Ländern).
"Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost",
Homepage des Autors Dr. Ludwig Watzal mit interessanten Texten
www.israel-palaestina.de/
Grafik 1: Erdölreserven weltweit
Grafik 2: Erdölverbrauch weltweit